{"id":788,"date":"2020-01-30T16:28:06","date_gmt":"2020-01-30T15:28:06","guid":{"rendered":"https:\/\/ibirtm.pl\/?p=788"},"modified":"2020-01-30T16:28:10","modified_gmt":"2020-01-30T15:28:10","slug":"uber-das-buch-medicinturism-gransoverskridande-sjukvard-i-teori-och-praktik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ibirtm.pl\/en\/uber-das-buch-medicinturism-gransoverskridande-sjukvard-i-teori-och-praktik\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Buch \u201dMedicinturism. Gr\u00e4ns\u00f6verskridande sjukv\u00e5rd i teori och praktik\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Das Buch \u201dMedicinturism. Gr\u00e4ns\u00f6verskridande sjukv\u00e5rd i teori och praktik\u201d (Medizintourismus. Grenz\u00fcberschreitende Gesundheitsdienstleistungen in Theorie und Praxis. M\u00f6klinta: Gidlunds) ist das erste, das in Schweden zum Medizintourismus erscheint. In 10 Kapiteln \u00e4u\u03b2ern sich Forscher und Praktiker zu Erfahrungen mit internationalen Patienten und nationaler wie weltweiter Zukunftsperspektiven geplanter medizinischer Behandlungen im Ausland.<\/p>\n<p>Die Herausgeber lehren an der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Hochschule S\u00f6dert\u00f6rn im S\u00fcden Stockholms. Sie sagen es nicht explizit, aber die Hauptsto\u03b2richtung des Buches ist die Politik. Der schwedische Staat ist unentschlossen, ob er Medizintourismus will oder nicht. Hervorragende medizintechnische und touristische Bedingungen stehen einem kl\u00e4glichen Umsatz mit internationalen Patienten gegen\u00fcber. Schweden z\u00e4hlt nicht zu den 30 f\u00fchrenden L\u00e4ndern auf diesem Gebiet.<\/p>\n<p>Die 13 Autoren wollen das \u00e4ndern. Wie wird das Gesch\u00e4ftsfeld Medizintourismus in anderen L\u00e4ndern entwickelt? Wie agiert der Staat in Deutschland, Singapur und Thailand? Und in Polen?! Welche Chancen haben Privatunternehmer, ohne das staatliche Gesundheitswesen auszubooten; wie setzt sich ein globaler Standard bei medizinischen Dienstleistungen und Patientenservice durch?<\/p>\n<p>Die Forscher sprechen nicht f\u00fcr sich allein. Das Kapitel \u201eDialyse und Reisen\u201c verfassten drei Entscheidungstr\u00e4ger des globalen schwedischen Unternehmens Diaverum, weltweit f\u00fchrend bei der Reiset\u00e4tigkeit von Dialysepatienten. Hier wird deutlich, dass die zwingend notwendige touristische Seite des Medizintourismus, das Reisen, eben nicht nur eine Transportstrecke zum Erhalt medizinischer Dienstleistungen ist, sondern zum Behandlungserfolg dazugeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Eines der f\u00fchrenden schwedischen Consulting-Unternehmen mit hoher Kompetenz auf medizinischem und medizin\u00f6konomischem Gebiet ist <em>Acando<\/em>. Drei Acando-Mitarbeiter, die mit Systemkenntnis brillieren, beschreiben im Buch Wege zur Zufriedenheit internationaler Patienten.<\/p>\n<p>J\u00f6rgen Larsson, Chirurg und viele Jahre Mitglied des Nobelkomitees, berichtet vom Goldenen Zeitalter des schwedischen Gesundheitssystems und heutigen Herausforderungen. Seine praktischen Erfahrungen beim Aufbau eines Triple-Helix-Systems, das Wirtschaft, Gesundheitswesen und Universit\u00e4ten kooperierend vereint, flie\u03b2en in das Kapitel ein. Besonderen Raum nimmt die Digitalisierung ein.<\/p>\n<p>Wie J\u00f6rgen Larsson ist auch Anna Sahlstr\u00f6m von <em>Karolinska<\/em> und am dortigen Universit\u00e4tskrankenhaus verantwortlich f\u00fcr die internationale Arbeit. Ihr Kapitel zu ethischen Fragen des Medizintourismus st\u00fctzt sich auf eigene Erfahrungen, aber auch einer gediegenen Kenntnis der diesbez\u00fcglichen Fachliteratur.<\/p>\n<p>Anna Bia\u0142k-Wolf untersucht dagegen, was schwedische Patienten dazu bewegt, nach Polen f\u00fcr eine Behandlung zu gehen und welche Erfahrungen umgekehrt polnische Patienten in Schweden sammeln konnten. Es zeigt sich, dass trotz des schlechtem Images des staatlichen polnischen Gesundheitssystems viele Bereiche existieren, in denen das polnische System dem schwedischen \u00fcberlegen ist.<\/p>\n<p>Der Wirtschaftshistoriker und Innovationsspezialist Karl Gratzer beschreibt die Entstehung des schwedischen Gesundheitswesens vom 17. Jahrhundert an. Die damals innovative Brunnenkultur mit B\u00e4derkurorten wie Medevi wurde vom Staat, dem schwedischen K\u00f6nigshaus, gest\u00fctzt und gef\u00f6rdert. Und heute? Gratzer spricht von \u201eBruch und Diskontinuit\u00e4t\u201c: \u201eDie fehlende Stellungnahme des heutigen schwedischen Staates zum Medizintourismus kann nun im Lichte der historischen Erfahrungen beurteilt werden.\u201c \u00a0 <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-645\" src=\"https:\/\/ibirtm.pl\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"721\" srcset=\"https:\/\/ibirtm.pl\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1.jpg 960w, https:\/\/ibirtm.pl\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-350x263.jpg 350w, https:\/\/ibirtm.pl\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/1-768x577.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch \u201dMedicinturism. Gr\u00e4ns\u00f6verskridande sjukv\u00e5rd i teori och praktik\u201d (Medizintourismus. Grenz\u00fcberschreitende Gesundheitsdienstleistungen in Theorie und Praxis. 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